Von der Gründung bis 1969

Aus diesem Grund wird 1965 das Gymnasium Garstedt (später Coppernicus-Gymnasium) gebaut, welches bereits nach kurzer Zeit den Schülerandrang nicht mehr bewältigen kann. Ein Jahr später gibt das Kultusministerium „Grünes Licht“ für den Bau eines weiteren Gymnasiums in der Gemeinde Harksheide. Am 5.6.1967 wird Studiendirektor Horst-Günter Kolbe, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums in Uetersen, von der Gemeindevertretung Harksheide zum künftigen Leiter des Gymnasium Harksheide gewählt. Da dieses jedoch noch nicht gebaut ist, muss der Unterricht vorerst in der Realschule Fadens Tannen und der Volksschule Falkenberg stattfinden. Im August beginnt der Bau der Schule mit fast einjähriger Verspätung. Der erste Bauabschnitt umfasst zwölf Klassenzimmer sowie sämtliche Fachunterrichts- und Verwaltungsräume und das Hausmeisterhaus. Am 29.8.1968 ist die Schule schließlich bezugsfertig, und der Unterricht wird mit elf Lehrern und 172 Schülern aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 15 Klassen. Im April 1969 findet die Schuleinweihungsfeier statt.

 

Von 1970 bis 1979

Aktualisiert am 23.02.2015

Der Künstler Ulrich Beier schafft die Bronzefigur „Flügelform“, welche seit dem 1.10.1970 den Eingang des Gymnasiums ziert. Wegen Schulraumnot folgen in den kommenden Jahren weitere drei Bauabschnitte, an deren Ende die Schule in ihrer heutigen Form steht. Außerdem wird 1970 die kleine Sporthalle gebaut. Im Herbst 1973 wird unter der Leitung von Uwe Seeler der Sportplatz mit einem Fußballspiel der Schul-Elf gegen eine Stadt-Elf eingeweiht. 
Am 25.5.1972 bestehen die ersten Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasium Harksheide ihre Reifeprüfung. Schon in diesem Jahr erreicht die Schule eine Schülerzahl von 787, welche im folgenden Jahr auf 952 ansteigt. Schulleiter Kolbe schlägt vor, den mit Sand gefüllten Raum zwischen den Physik- und Chemieräumen (sollte ursprünglich ein zweiter Innenhof werden) zu einer Aula umzubauen. Die Stadt, die ohnehin einen geeigneten Ort für Veranstaltungen und Aufführungen sucht, folgt diesem Vorschlag mit der Auflage, die Aula bis zum 600. Jubiläum Harksheides fertig zu stellen. Der feierliche Akt findet am 31.8.1974 im fertigen Festsaal statt, hier wird auch zum ersten Mal die Flagge Norderstedts gehisst. Im darauffolgenden Jahr bekommt die Schulaula durch einen Wettbewerb offiziell den Namen „Festsaal am Falkenberg“.

Seit 1976 wird am Gymnasium Harksheide Russisch als weitere Fremdsprache unterrichtet. Im Sommer 1978 fährt erstmals eine Schülergruppe auf eine Studienreise nach Leningrad und Moskau. 


Im August 1977 wird im Gymnasium Harksheide die 5-Tage-Woche eingeführt, welche drei Jahre zuvor seitens der Schüler und Eltern abgelehnt worden war. Ende 1977 reisen 14 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe auf Einladung des "Wigston College of further Education" mit drei Lehrern nach Oadby and Wigston, der Partnerstadt Norderstedts. Im September des nächsten Jahres folgt der erste Schülerbesuch der "Bushloe-High-School" aus Oadby and Wigston. Damit beginnt der alljährlich stattfindende Schüleraustausch nach England.

Von 1980 bis 1989

Im April 1983 wird der Computerraum eingerichtet und im Februar 1984 mit einer von der BP gestifteten Computeranlage ausgestattet. Im Mai und September 1984 findet erstmalig der Schüleraustausch mit der "Institution de la Providence" in Mesnil-Esnard, Frankreich, statt. Am 27.6.1985 wird Oberstudiendirektor Horst-Günter Kolbe nach 18 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger, Fritz Bultmann, wird am 6.9.1985 offiziell in sein neues Amt eingewiesen. In den Jahren 1984 bis 1986 werden die Chemie-, Biologie- und Physikräume renoviert und modernisiert. Noch im selben Jahr reisen Herr Bultmann und Herr Krüger als Mitglieder einer Norderstedter Delegation nach Estland, um einen künftigen Austausch mit Kothla-Järve zu ermöglichen. Dieser findet bereits im Oktober des folgenden Jahres statt. 
Auf dem ehemaligen Festplatz der Harksheider Feuerwehr entsteht Ende der 80er Jahre eine neue Sporthalle für das Gymnasium, welche am 26.1.1989 eingeweiht wird.

Von 1990 bis heute

Im Jahre 1992 erhält die Sporthalle den offiziellen Namen „Sporthalle Gymnasium Harksheide“.
Einen Umweltpreis für das Projekt "Umgestaltung und Entsiegelung des Freigeländes der Schule in Eigenleistung mit Spendenfinanzierung" bekommt das Gymnasium Harksheide 1995. Dafür erhält der Verein der Freunde ein Jahr später 10.000DM, von dem der Pausenhof in eine Spiel- und Erlebnislandschaft umgestaltet wird. 
Im Februar 1999 wird am Gymnasium Harksheide ein Internetraum eingerichtet, der zuerst aus mit viel Einsatz von Schülern zusammengebauten Gebrauchtgeräten besteht. Dank einer großzügigen Spende über 15 moderne Computerarbeitsplätze, die kurze Zeit später erfolgt, verfügt die Schule nun über einen neu gestalteten Multimediaraum, der im Beisein der Bildungsministerin feierlich eröffnet wird.
Im Oktober 2000 wird ein Schülerteam mit ihrem Betreuungslehrer Gerd Clasen für die Teilnahme am bundesweiten Schülerwettbewerb "Join Multimedia" von der Firma Siemens in der Kategorie "Freestyle" in der Altersgruppe 10. - 13. Jahrgang mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Auch das Gymnasium profitiert direkt vom Erfolg seiner Schüler. Es erhält von Siemens neue Multimediageräte im Wert von 10 000DM. 
Nach drei Musicaleigenproduktionen ("Tabaluga", "Mahlzeit" und "Rats") entschließt sich die Schule im Jahre 2000 mit der örtlichen Musikschule zusammenzuarbeiten, um den Schülerinnen und Schülern mehr Möglichkeiten zu bieten. Als erstes Projekt wird "Anatevka" in Angriff genommen und im Sommer 2001 aufgeführt. Aufgrund des großen Erfolges folgt ein Jahr später das 80er Jahre Musical "Linie 1" unter der Leitung der inzwischen leider verstorbenen Astrid Heick. 2003/2004 hatte Cy Colemans Musical "Sweet Charity" Premiere. Seit dieser Zeit gibt es regelmäßig klassenübergreifende Musicalprojekte am Gymnasium Harksheide.

Zum Februar 2003 wird Fritz Bultmann verabschiedet und am 1.April tritt Gerhard Frische das Amt des Schulleiters an.

2006 wurde das Gymnasium Harksheide Offene Ganztagsschule und bekam damit auch eine Mensa. Die wachsenden Schülerzahlen machten zudem eine Erweiterung notwendig. 2008 stellte die Schule den Unterrichtsrythmus um. Die bisherigen 45-minütigen Unterrichtsstunden wurden zugunsten von 90-Minuten-Stunden abgeschafft. Vorausgegangen war ein längerer Prozess der Unterrichtsentwicklung und der Erprobung. 2009 wurde deshalb mit dem Bau eines naturwisssenschaftlichen Trakts begonnen, der zum Schuljahresbeginn 2010/11 fertiggestellt wurde. Gleichzeitig wurden die bisherrigen Fachräume zu Klassenräumen umgebaut und das Lehrerzimmer erweitert. 2009 wurde zudem der Sportplatz grundlegend erneuert und bekam eine Kunststofflaufbahn sowie einen Kunstrasenbelag. Mit dem Schuljahr 2010/11 wurden in 15 Räumen zum ersten Mal an der Schule digitale Tafeln aufgestellt. Inzwischen haben alle Klassenräume ab Klasse 9 solche Tafeln.

2011 verstarb der erste Schulleiter des Gymnasium Harksheide, Herr Kolbe.

2013 erhielt die Sporthalle endlich eine Fußbodenheizung und damit auch einen neuen Hallenboden. Die Schülerzahlen wachsen weiter und überschreiten 2014/15 die Zahl von 900.