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Kinder an die Macht?

Erstellt am 27.09.2021

„Die Welt gehört in Kinderhände
Dem Trübsinn ein Ende
Wir werden in Grund und Boden gelacht
Kinder an die Macht“ – so postulierte es bereits Herbert Grönemeyer in seiner 1986 erschienenen Single „Kinder an die Macht“.

Eine revolutionäre Regierungsübernahme gab es bei uns am 23.09.2021 zwar nicht, aber auch wir stellten uns die Frage, was passieren würde, wenn Kinder an der Regierungsbildung beteiligt wären. Wir als Gymnasium Harksheide sind nämlich Teil des bundesweiten Projektes „Juniorwahl“. Hierbei handelt es sich um eine Art soziales Experiment, bei welchem die Schülerschaft von der achten bis zur zwölften Klasse einen Wahltag simuliert um so herauszufinden, wie das Wahlergebnis ausfallen würde, wären nur wir wahlberechtigt.

Unser eigener Wahltag begann also am 23.09. in der Cafeteria, geleitet und begleitet wurde das ganze Projekt von dem GeWi Kurs des Abijahrganges und Herrn Eggenstein. Wir hatten bereits im vornherein unser Wahllokal mit Kabinen, einer kleinen Anmeldung und natürlich der Wahlurne präpariert und Wahlbenachrichtigungen an die Wahlberechtigten verteilt. Pünktlich um 07:50 Uhr traf auch schon die erste Klasse zur Stimmabgabe ein. Die Schüler*innen traten in kleinen Grüppchen ins Wahllokal und wurden dort von unseren motivierten, wenn auch noch etwas schläfrigen Wahlhelfer*innen begrüßt. Die Wähler*innen mussten sich ausweisen und bekamen dann Stimmzettel, Kugelschreiber und Wahlkabine zugeteilt und durften ihre Kreuze setzen.

Bis dieses Prozedere schließlich alle fünf Jahrgänge durchlaufen hatten war es 14:15 Uhr und das Personal bereits reichlich ausgelaugt. Der ganze Raum roch nach Desinfektionsmittel und bei dem Satz „Hier dein Stimmzettel, nimm dir gerne einen Kulli und dann darfst du in Kabine 1 gehen“ klingelten uns allen die Ohren, aber gleichzeitig waren wir schon unfassbar gespannt auf den letzten und wahrscheinlich interessantesten Teil unseres Wahltages – die Stimmauszählung.

Als schließlich auch der letzte Schüler seine Stimme abgegeben hatte und das Wahllokal offiziell geschlossen war, ging es ans feierliche Entplomben der Wahlurne. Fast eine Stunde falteten wir Wahlzettel auf, führten Strichlisten und bastelten an Exeltabellen herum bis um kurz nach drei schließlich das Ergebnis feststand, welches am Wahlsonntag um 18 Uhr verkündet werden wird.

Wir Wahlhelfer*innen nehmen aus diesem Tag eine Menge Erfahrung und auch ein bisschen mehr Verständnis für den bürokratischen Aufwand einer Wahl mit und obwohl wir keine finanzielle Aufwandsentschädigung erhalten haben, so wurde sie uns doch von Herrn Eggenstein in Kaffeekannen aufgewogen.

 

Milena, Q2kg

 

 

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