November 2004

Aktuelles

Achim Bröger füttert Leseratten des Gymnasium Harksheide

Aktualisiert am 28.11.2004

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der drei sechsten Klassen des Gymnasium Harksheide seit gut einer Woche im Unterricht und zuhause fast ausschließlich Werke von Achim Bröger gelesen hatten, war es am Dienstag, dem 9.11.2004 endlich soweit: Gemeinsam mit der Klasse 7a trafen sie in der Stadtbücherei Norderstedt-Mitte zusammen mit ihren Deutschlehrerinnen auf den bekannten Kinder- und Jugendbuchautor.

Möglich gemacht hatte diese Lesung Frau Gerisch, die Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Stadtbücherei Norderstedt-Mitte. Jedes Jahr lädt sie eine Autorin oder einen Autor zu einer Lesung ein und ermöglicht so den Schülerinnen und Schülern nicht zuletzt durch die von ihr im Vorfeld der Lesung aus den Beständen der Büchereien des gesamten Bundeslandes zusammengestellten und an die Schule entliehenen Bücherkisten ein Leseerlebnis der besonderen Art.                   

Dass sie mit Achim Bröger eine besonders gute Wahl getroffen hatte, ahnten die Kinder bereits nach der Lektüre einiger seiner Werke, in denen er junge Leserinnen und Leser inhaltlich anzusprechen vermag, wenn es um komplizierte erste Liebesgeschichten, Probleme mit den Eltern oder Tierliebe geht. Letztere thematisierte der zweifache Hundebesitzer bereits 1981 in seinem mittlerweile legendären, immer wieder neu aufgelegten Buch „Mein 24. Dezember“, in dem der junge Hund Flocki aus seiner Sicht von seinem ersten Weihnachtsfest in seiner Familie berichtet. Dass die Missverständnisse zwischen Zwei- und Vierbeinern dabei so gravierend sind, dass Flocki sich genötigt sieht, schließlich sämtliche Feuerzeuge und Streichhölzer im Haus zu verstecken, damit der Vater den Weihnachtsbaum nicht anstecken kann, führte zu großem Gelächter bei den Zuhörerrinnen und Zuhörern. 

Aber es ging auch durchaus ernst und spannend zu, als Achim Bröger aus seinem Buch „Flammen im Kopf“ vorlas, in dem er vom Streit zweier Dörfer und der Tradition des gegenseitigen vorzeitigen Osterfeueranzündens erzählt, das schließlich in einem Jahr zu einer schweren Körperverletzung führt, weil ein Junge in den Flammen sitzt, als das Feuer angezündet wird. 

Im Zusammenhang mit diesem Werk erläuterte der Autor den Schülerinnen und Schülern auch, dass die Ideen zu seinen Büchern oft aus der selbst erlebten Realität stammen. Oft, so verriet er uns, verwende er sogar die richtigen Namen in seinen Geschichten und Romanen. 

Am Ende waren sich die jungen Zuhörerrinnen und Zuhörer und der mit seinen sechzig Jahren gar nicht mehr ganz so junge Autor darin einig, dass der Vormittag für alle ein besonderes Erlebnis war!